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Ein Sattelschlepper, unzählige Kartoffeln und viele spannende Erfahrungen

Auf dem Hof Burmeister in Wakendorf kann man vieles entdecken. Was uns vor allen Dingen überrascht hat war die Größe des Hofes. Wenn man vor dem Hofladen steht und sich umschaut, dann möchte man gerne durch den Hof zu den Feldern gehen. Auf dem neben uns stehenden Lieferwagen steht „Hof Burmeister- Kartoffeln und Eier“.

Wir gehen entlang des Wirtschaftsgebäudes, das an der rückwärtigen Grundstücksgrenze für Fahrzeuge und/oder Geräte errichtet wurde (Remise) und bleiben kurz bevor der Weg abknickt stehen. Die Gebäude sind etwas verwinkelt, aber der Durchgang nach ‚draußen‘ ist offensichtlich zu sehen. Wir versuchen zu ergründen was uns wohl dahinter erwarten wird.
Einzelne Teilnehmer sagen sehr deutlich: Felder, Wiesen und erhoffen sich den Blick auf die Kartoffelernte.

Nachdem wir noch ein paar Schritte weiter gegangen waren, erkannten wir eine Halle und bergeweise Kartoffelkisten. Kisten über Kisten über Kisten. Sechs Etagen hoch gestapelt. Jede Kiste circa einen Kubikmeter Inhalt. Gabelstaplerverkehr. Wieder fragen wir uns wo die Felder sind. Wo wird geerntet? Wird heute noch geerntet? Immerhin ist Mitte September. Wir hoffen die Aussicht auf die Felder zu bekommen. Unser suchender Blick führt uns jedoch auf die Eiersortieranlage.

Dort steht eine Sortiermaschine, deren Funktion wir ergründen wollen. Mehrere Mitarbeiter des Betriebes sind damit beschäftigt die Eier in die Kartons abzupacken wie wir sie aus den Supermärkten kennen. Auf die Frage wie so etwas funktioniert, halten wir die Bäuerin mit ihrer Erklärung zurück. Sie soll es uns nicht erläutern, sondern wir wollen es entdecken. So begeben sich alle, mehr oder weniger technikerfahren, in die Halle und beschreiben und erklären die verschiedenen Stufen der Sortierung.

Irgendwo aus der Wand kommen Eier an, die irgendwo gestempelt wurden. Und irgendwie landen sie dann in den richtigen Größen und Gewichtsklassen. Tatsächlich bei genauerem Hinschauen erkennen wir, wo was passiert. Wo wird gestempelt, wo wird das Wiegen vorgenommen? Wo passiert das Aussortieren der kaputten oder dreckigen Eier? Es ist erstaunlich wie schnell man sich in solche Gerätschaften hineindenken kann. Wenn man durch die offenen Zwischenräume der Anlage hindurch sieht, erahnt man wo welcher Arbeitsvorgang gemacht wird. Wahrscheinlich ist nicht alles richtig was wir herausfinden. Aber es ist immerhin soweit zutreffend, dass wir das Prinzip der Urgesetzmäßigkeit verstehen. Und wir verstehen sie wirklich so, dass sie uns nachhaltig in Erinnerung bleibt.

Die Bäuerin ist darüber erstaunt, wie viel sich uns vom Zuschauen sich selbst erklärt und wie wenig erörtert werden muss. Das Pfand, welches man dafür zahlt, ist die Zeit. Es braucht länger als in ihren üblichen Führungen. Aber die Konzentration der TeilnehmerInnen ist die ganze Zeit sehr hoch.

Wir gehen 1,5 Stunden über den Betrieb und entdecken auf gleiche Art und Weise die Sortierung der Kartoffeln. Wie funktioniert eine vollautomatische Abpackung? Wie werden die Säcke geschnitten, genäht, geklebt? Die Kartoffeln werden in einer Waschanlage gewaschen und automatisch in Kisten gelegt.

Wir sehen eine große LKW-Waage und stellen fest, dass ein leerer Sattelschlepper zusammen mit den Teilnehmern 18450 kg wiegt. Dies sind alles Fragen die uns scheints nebenbei und doch intensiv genug beschäftigen um damit einen roten Faden durch den Hof zu finden. Der Hof bietet das Entdeckungsfeld.

Außerdem birgt der Hof auch Gefahren. Natürlich, im Verkehr beim Betrieb und den einzelnen Abläufen ist man immer ein bisschen im Weg. Ständig macht man sich Gedanken kein Störfaktor zu sein. Autos müssen mehrmals umgeparkt werden, damit die Sattelschlepper vorbei kommen. Aber das macht nichts, denn wenn man mit wachen Sinnen über den Hof geht, kann man leicht erkennen, wo man im Weg steht und wo Gefahren lauern. Gegebenenfalls weisen wir als Begleiter darauf hin. Letztendlich ist diese Begegnen der Gefahr, oder auch nur der möglichen Gefahr, das, was Erfahrung auslöst.

Auch hier ist der Nachmittag der Zertifizierung ist den Sinnen gewidmet. Etwas anders als am Vortag auf dem Bickbeernhof. Die Teilnehmer werden in zwei Gruppen geteilt und erkunden den Hof erneut. Unter der Fragestellung: Welchen Sinn kann ich mit dem Vorhandenen Material und einer kleinen Aufgabe beim Gast ansprechen? Wir stellen fest, dass wir ganz klar den ‚Gefahr-Sinn‘ oder ‚Ordnungs-Sinn‘ ansprechen wollen. Auch wenn wir durch die Fragestellung dorthin leiten, merken wir, dass derjenige der Antwortet etwas total anderes feststellt als derjenige, der angeleitet hat. Für den Angeleiteten etwas viel Wichtigeres als für den Begleiter. Und wenn wir versuchen das der Angeleitete den gleichen Sinn, wie der Anleitende erkennen soll, dann missglückt die Übung. Das bleibt als eine entscheidende Bedeutung in Erinnerung. Dieses „dem Anderen aufdrängen wollen, du musst lernen was ich weiß, du musst lernen, was ich hier so toll fand“ funktioniert nicht. Wir lernen das, was wir gerne lernen und wir lernen das, was uns selbst interessiert. Denn das was uns interessiert, hängt mit unseren Zielsetzungen und unseren Erfahrungen aus unserer Vergangenheit zusammen. Da diese alle verschieden sind, lernen wir alle unterschiedlich.

Wenn wir als Begleiter unsere Fragen offen genug formulieren, dann ist Raum für das was ich als Gast selbst lernen will. Dann ist Raum für das was mich interessiert und dann freue ich mich auf die Unterstützung, wenn mir jemand hilft, meine Fragen noch präziser zu formulieren. Das ist der eigentliche Reichtum den wir erfahren.

So kam es, dass wir am Nachmittag Bäume ertasteten, Gleichgewicht übten, dass wir rückwärts in eine Halle gingen und Studien zum Wärmeempfinden machten. Wir konnten Ordnung erkennen, weil wir plötzlich entdeckten wie strukturiert jeder Schritt in dem betrieblichen Ablauf ist. Wir bemerkten die Unternehmens- und Forscherfreude des Landwirts selbst, am Beispiel eines Anhängers, der eine hydraulische Kistensicherung hat. Wir nahmen den schönen Dialog mit den Mitarbeitern zu Kenntnis, der mit kurzen prägnanten Fragen uns wesentliche Antworten gab.

Insgesamt möchte ich noch einen großen Dank aussprechen: Einen großen Dank an die Beteiligten diesen Tages. Einen großen Dank an den Hof Burmeister, für seine unter Anderem, großartige Gastfreundschaft und die Einblicke in seinen Betriebsablauf. Einen großen Dank an die TeilnehmerInnen, die mit viel Freude geholfen haben das auch dieser Tag ein gelungenes Event war, voller sinnlicher Erfahrungen sowie einer Entdeckungsreise in einen Bereich der vielen von uns unbekannt war.

Die Reise geht weiter…

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Die Kunst, die richtigen Fragen zu stellen

Am 7.6.2017 waren wir zu Gast in Hückeswagen auf dem Glöckner-Hof von Grit Glöckner-Kolodzeij  um dort wieder einen Tag mit zwei Modulen zur Zertifizierung durchzuführen. Diesmal hatte sich auch Bauer Willi angemeldet, der seit einigen Jahren einen immer wieder lesenswerten Blog schreibt und dort ebenfalls Fragen aufwirft, die die Gesellschaft und die Landwirtschaft wieder mehr zusammen bringen können.

Im Modul 2 mit dem Titel “Öffentlichkeitsarbeit in der Landwirtschaft” geht es darum: Die richtigen Fragen zu stellen, statt frühzeitig mit Antworten den Vor-Urteilen von Öffentlichkeit noch mehr Wasser auf die Mühlen zu geben. Den Anlass beschreibt Olaf Keser-Wagner wie folgt: “Vielfach erleben wir, dass Antworten gegeben werden auf Fragen, die noch gar nicht gestellt wurden! Und oft erkennen wir, dass sich Landwirte viel zu sehr rechtfertigen für etwas, was im Kopfe des Gastes ist – und nicht in der realen Landwirtscahft. Hier gilt es zunächst einmal mit Gegenfragen das Denken der Gäste wirklich zu verstehen, ehe vorschnell eine Antwort gegeben wird. Das gezielte Rückfragen – ohne den Gast dabei auf die Nerven zu fallen – führt dann oft zu ganz erstaunlichen Erkenntnissen.”

Doch wie werden diese Fragen gestellt? Dazu ist es notwendig, dass man überhaupt versteht, was eine Frage eigentlich bedeutet – in genau der Meinung, die der Fragende hat. Und es wird wichtig zu erkennen, wie schnell man dem Anderen etwas unterstellt, was dieser jedoch nicht gefragt hat.

Stell dir vor, du bist Landwirt mit einem Laufstall für 200 Milchkühe. Was bedeutet dann die Frage eines Gastes: “Warum machen Sie Massentierhaltung?”

Überlege dir, was würdest Du jetzt antworten wollen? Welche Aspekte würdest Du dem Fragenden entgegenstellen oder würdest Du ihn sogar unterstützen?

Und dann überlege dir nochmal: Welche Erfahrungen hat denn wohl dein Gast, um dir diese Frage zu stellen. Und was will er damit erreichen?

Pausengespräche … Viele Gemeinsamkeiten
v.l.n.r.: Anika Oppermann (EFB), Olaf Keser-Wagner (EFB) Grit Glöckner-Kolodzeij (Glöckner-Hof), Bauer Willi

Allein bei der letzten Frage wird klar, dass wir rückfragen müssen. Denn es mag Gäste geben, die sich produzieren wollen und ihr Wissen den anderen gegenüber vorstellen wollen. Andere wollen jeden davon überzeugen, als Veganer zu leben und wiederum andere wollen wissen, wie sich wirtschaftlich die Landwirtschaft heute darstellt. Es gäbe noch viele verschiedene Ziele, die mit dieser gestellten Frage verbunden sein könnten. Das bedeutet jedoch auch: Wer sich jetzt schon auf eine Antwort festgelegt hat, wird vermutlich eher leicht bis ganz daneben liegen, als dem Fragenden wirklich die Antwort zu geben, die er sucht.

Auch Bauer Willi war begeistert: “Ich spreche auf meinen Vorträgen auch immer davon, dass man mehr Fragen stellen muss. In Zukunft kann ich sagen, dass es Experten dafür gibt, die Menschen beibringen können, gute Rückfragen zu finden”.

Wer es selbst ausprobieren will oder mal einen ersten Eindruck gewinnen will vom Erfahrungsfeld Bauernhof, der kann dies am 28. und 29. Juni machen. Mehr Infos dazu unter www.efb-ev.org/veranstaltungen/

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Die neue Zertifizierung hat begonnen

Übersicht über die Module und den Aufbau

Ich will hier kurz einen Überblick über die neue Zertifizierung geben. Außerdem gibt es ab sofort das Heft mit den Leistungsnachweisen zum Download hier

Warum eine Zertifizierung?

Es gibt viele Begriffe in der Umweltpädagogik: „Bauernhofpädagogik mit allen Sinnen“, „Erlebnispädagogik“, „Lernort Bauernhof“ und andere sind vielen Menschen bekannt. Vieles was unter diesem Begriff passiert, ermöglicht auch Erfahrungen und Erlebnisse. Während jedoch bei den meisten Angeboten die Wissensvermittlung im Vordergrund steht, geht es beim EFB um die persönliche Begegnung mit der Urproduktion. Um sicher zu stellen, dass diese persönliche Begegnung gelingt, entwickeln wir mit Dir schrittweise spezielle Kompetenzen, welche Dich nach Abschluss der Zertifizierung dazu befähigen  Führungen zu geben, welche der Qualität des Erfahrungsfeld-Bauernhof e.V. entspricht.

Wofür brauche ich das Zertifikat?

Das Zertifikat zeigt, dass Du die verschiedenen Aspekte bei einer Begegnung erkennen und verwandeln kannst. Außerdem kannst Du damit auf unserer Homepage eigene Angebote, z.B. Führungen, einstellen und auf Deiner Unterseite Berichte von spannenden Erlebnissen aus Deiner EFB-Praxis präsentieren.

Mit dem Zertifikat wissen auch neu hinzukommende Betriebe, dass die Qualität des Angebots gesichert ist, wenn Du sie auf ihrem Betrieb führst.

Wie sieht die Zertifizierung aus?

Wir möchten Dich ermutigen, Führungen und Veranstaltungen auf Bauernhöfen, in der Urproduktion oder auch der ersten Verarbeitungsstufe „durchzuführen“. Dazu bekommst Du von uns Handwerkszeug, mit dem Du eigene Führungen entwickeln kannst. Übungen, Kenntnisse zu den Methoden des Fragens und Deine wachsende Erfahrung ergänzen die Zertifizierung.

Der zeitliche Ablauf ist sehr flexibel und modular aufgebaut. Einige Module sind Pflicht, hier genannt „Pflicht-Module“, andere kannst Du machen, wenn Du noch mehr wissen willst, hier genannt „Wahl-Modul“. Einzelne Module sind als Webinar abends vom Schreibtisch aus zu erarbeiten. Die genaue Übersicht über die Module und aktuelle Termine der nächsten Module findest Du auf der Homepage unter
www.efb-ev.org/veranstaltungen

Solltest Du schneller Dein Zertifikat machen wollen, als wir Termine auf der Homepage anbieten, dann frage doch einfach nach, ob Du einen eigenen Termin organisieren kannst. Wenn wir mindestens 8 TeilnehmerInnen haben, können wir auch hier sehr flexibel reagieren.

Deine zeitliche Investition:

Insgesamt benötigst Du mindestens die 7 Pflicht-Module. Mindestens ein Modul wird mit uns zusammen online erfüllt. Die anderen sechs werden in der Regel als jeweils zwei Halbtages-Module an einem Tag von 9:30 – 12:30 Uhr und von 13:30 – 16:30 Uhr auf landwirtschaftlichen Betrieben deutschlandweit angeboten.

In der Mittagspause gibt es in der Regel eine kleine Verpflegung, die vom gastgebenden Betrieb zur Verfügung und in Rechnung gestellt wird.

Das Modul am Vormittag enthält immer eine Führung, wobei hier auch Neueinsteiger mit bereits sich in der Zertifizierung befindenden Teilnehmenden zusammen kommen können. Während die Neueinsteiger die Grundidee innerhalb der Führungen selbst erfahren, üben sich die Fortgeschrittenen in der vertieften Beobachtung oder selbst im Führen – je nachdem, wie weit sie sich dieser Aufgabenstellung gewachsen sehen. Denn: Wer bereits Erfahrungen in Hofführungen hat, traut sich oft schneller eine Führung zu machen, als Neueinsteiger, die sich mit der Methodik noch unsicher fühlen.

Wir möchten Dir hier die einzelnen Module beschreiben. Du entscheidest selbst, wann Du welche Pflicht-Module durchführen möchtest und ob Du angebotene Wahlmodule zur Festigung Deines Wissens hinzunehmen möchtest.

Mit der Zertifizierung kannst Du nachweisen, dass Du:

  • die Haltung und Methoden des Erfahrungsfeld-Bauernhof beherrscht.
  • Veranstaltungen und Führungen im Sinne des EFB eigenständig durchführen kannst.
  • Geschichten vom Gelingen erzählen und die Vernetzung und Weiterverbreitung der Idee unterstützen kannst.

Die Teilnahme an den Modulen wird mit Unterschrift der Ausbilder ab Seite 42 bestätigt.

Übersicht der Module

Nr. Titel Schwerpunkte  
1 Mit Fragen führen – vom Erlebnis zur Erfahrung, Einsteigerstatus EFB kennenlernen im Rahmen einer Führung. Reflektion über die Grundlagen von Führungen. Pflicht
2 Öffentlichkeitsarbeit in der Landwirtschaft – vom Umgang mit kritischen Fragen Gesprächslandkarte 8×8 als grundlegende Fragehaltung kennenlernen. Fragen üben. Pflicht
3 Mit Fragen führen – vom Erlebnis zur Erfahrung, Methoden-Beobachter EFB-Führung mit Methodenkenntnissen beobachten und Reflektion über die Wirkweise der Methodik. Wahl
4 Vom Gleichgewicht und dem Gemeinschaftssinn Die Sinne als Grundlage zur Entwicklung von Übungen. Sinnesentfaltung als Grundlage von Begegnung. Pflicht
5 Mit Fragen führen – vom Erlebnis zur Erfahrung, Nachweis der Durchführung Eigenständig eine Führung planen und durchführen. Pflicht
6 Wert-Bildung in der Natur- und Umweltpädagogik Preise für Veranstaltungen kalkulieren  und Preisverhandlungen führen. Psychologische Grundlagen der Preisbildung. Pflicht
7 Netzwerk sichtbar machen – Homepage, Facebook und Co. Online-Modul zur Einführung in die Website, Kalender, SocialMedia und das interne Portal. Pflicht
8 Gruppendynamik und Werkzeugkasten Übungsanregungen zu unterschiedlichen Altersstufen – Was hat meine Lieblingsübung mit dem EFB zu tun? Wahl
9 Geschichten vom Gelingen – Texten für Website und Zeitung Online-Modul – Einen Text erstellen, den Leser erreichen. Wir schreiben unseren Pressetext und Blogbeitrag. Wahl

In der Regel sind zwie Module an jeweils einem Tag angeboten: Vormittags 9:30 – 12:30 Uhr: Module 1, 3, 5, nachmittags die anderen Module im Wechsel und nach Bedarf der Zertifizierungssituation.

Die Module 7 und 9 werden online angeboten und am heimischen PC absolviert.

Wer seine Abschluss-Führung nicht in einem der Module 1, 3, 5 absolvieren kann, kann mit einem zertifizierten EFB-Begleiter eine eigene Führung organisieren und die Durchführung schriftlich dokumentieren, sodass erkennbar ist, wie die Methodik konkret angewandt wurde. Hierzu ist eine Absprache mit dem Ausbildungsteam notwendig.

 

 

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Transparenz Schaffen – von der Ladentheke zum Erzeuger

Ich war eingeladen zu einem Workshop und Vortrag bei der Initiative “Transparenz schaffen”. Es ging um die Vorstellung der Methodik des Erfahrungsfeld-Bauernhof. Am vortag hörte ich gespannt dem Vortrag mit dem Thema “Gebt den Kindern die Wiese zurück”. Was in ihm gefordert war, der Mut, den Kindern auch Langeweile zuzumuten und die Selbstwirksamkeitskräfte entstehen zu lassen, traf so wundervoll, was das Erfahrungsfeld macht. So konnten wir am nächsten Tag auf dem Kartoffelhof Paguhl eigene Entdeckungen machen.

Der Hof ist sehr weitläufig und groß. Mehrere Hallen, ein langgezogenes Wohnhaus auf der einen Seite Transparenz Schaffen – von der Ladentheke zum Erzeuger weiterlesen

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Strahlender Sonnenschein im Rheingau

Mit dem Blick über die Felder und Weinberge, Obstbäume und Himbeeren in den neblig trüben Rheingau hat der zweite Tag der Zertifizierung begonnen. Die herauskommende Sonne hat nicht nur den Teilnehmern viel Freude gemacht, sondern auch so manche Stimmung aufgehellt.

Eine 3. Klasse der nahen Grundschule aus Geisenheim wurde von den Kursteilnehmern über den Hof geführt. Dabei entstanden beeindruckende Lernsituation für die zukünftigen Begleiter genau so, wie für die Schüler.

Haben Sie schon mal eine Tomate mit Federn gesehen, oder eine Tomate mit Zigarettenasche? So stellt sich Schimmelpilz und Fäulnis in den Augen der Kinder dar – und das ist gar nicht mal so falsch.

Die Bilder lassen ein bischen erahnen, wie es zuging. Wer mehr erfahren will, kann sich ja auch mal zu einer Führung oder einem Seminar anmelden.

Die beiden Gründer Claudia Klebach und Olaf Keser-Wagner
Die beiden Gründer Claudia Klebach und Olaf Keser-Wagner
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TeilnehmerInnen der Herbstzertifizierung
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Kisten balancieren – dem Gleichgewichtssinn auf der Spur
Wurzeluntersuchungen
Wurzeluntersuchungen
Wer hat den Baum umgeschmissen - und warum?
Wer hat den Baum umgeschmissen – und warum?
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Inklusion

Zukunftswerkstatt Erfahrungsfeld Bauernhof in Bingenheim für HeilpädagogInnen und Selbsthilfegruppen

Der Bundesverband anthroposophisches Sozialwesen e.V. und die Bundesvereinigung Selbsthilfe im anthroposophischen Sozialwesen e.V. tagten 2014 in Bingenheim. Im Mittelpunkt stand das Thema „Punkt und Kreis“ in Bezug auf Inklusion. Das Erfahrungsfeld Bauernhof war eine von 15 Zukunftswerkstätten rund um Gemeinschaft, Selbsthilfe und Selbstbestimmung oder heilpädagogische Themen.

ZW-12_9830Beim Erfahrungsfeld Bauernhof zeigte Claudia Klebach Möglichkeiten, um über Führungen in Werkstätten, auf Höfen oder anderen Orten in echte Begegnung untereinander zu kommen. Wie können wir über solche Wege in gegenseitige Erfahrungen kommen, die uns im Leben weiter bringen? Wie kann sich der Einzelne oder die Einrichtung nach außen öffnen? Wie kann Begegnung im Alltag integriert werden? Welche Rolle spielen Polaritäten? Inklusion als wunderbare Entdeckung der Andersartigkeit? Eine Lernchance? Wie öffnen wir Kreise, die für Außenstehende geschlossen erscheinen?

Weitere Informationen über den Bundesverband anthroposophisches Sozialwesen e.V. finden Sie unter: www.verband-anthro.de