Posted on Schreib einen Kommentar

Die Kunst, die richtigen Fragen zu stellen

Am 7.6.2017 waren wir zu Gast in Hückeswagen auf dem Glöckner-Hof von Grit Glöckner-Kolodzeij  um dort wieder einen Tag mit zwei Modulen zur Zertifizierung durchzuführen. Diesmal hatte sich auch Bauer Willi angemeldet, der seit einigen Jahren einen immer wieder lesenswerten Blog schreibt und dort ebenfalls Fragen aufwirft, die die Gesellschaft und die Landwirtschaft wieder mehr zusammen bringen können.

Im Modul 2 mit dem Titel “Öffentlichkeitsarbeit in der Landwirtschaft” geht es darum: Die richtigen Fragen zu stellen, statt frühzeitig mit Antworten den Vor-Urteilen von Öffentlichkeit noch mehr Wasser auf die Mühlen zu geben. Den Anlass beschreibt Olaf Keser-Wagner wie folgt: “Vielfach erleben wir, dass Antworten gegeben werden auf Fragen, die noch gar nicht gestellt wurden! Und oft erkennen wir, dass sich Landwirte viel zu sehr rechtfertigen für etwas, was im Kopfe des Gastes ist – und nicht in der realen Landwirtscahft. Hier gilt es zunächst einmal mit Gegenfragen das Denken der Gäste wirklich zu verstehen, ehe vorschnell eine Antwort gegeben wird. Das gezielte Rückfragen – ohne den Gast dabei auf die Nerven zu fallen – führt dann oft zu ganz erstaunlichen Erkenntnissen.”

Doch wie werden diese Fragen gestellt? Dazu ist es notwendig, dass man überhaupt versteht, was eine Frage eigentlich bedeutet – in genau der Meinung, die der Fragende hat. Und es wird wichtig zu erkennen, wie schnell man dem Anderen etwas unterstellt, was dieser jedoch nicht gefragt hat.

Stell dir vor, du bist Landwirt mit einem Laufstall für 200 Milchkühe. Was bedeutet dann die Frage eines Gastes: “Warum machen Sie Massentierhaltung?”

Überlege dir, was würdest Du jetzt antworten wollen? Welche Aspekte würdest Du dem Fragenden entgegenstellen oder würdest Du ihn sogar unterstützen?

Und dann überlege dir nochmal: Welche Erfahrungen hat denn wohl dein Gast, um dir diese Frage zu stellen. Und was will er damit erreichen?

Pausengespräche … Viele Gemeinsamkeiten
v.l.n.r.: Anika Oppermann (EFB), Olaf Keser-Wagner (EFB) Grit Glöckner-Kolodzeij (Glöckner-Hof), Bauer Willi

Allein bei der letzten Frage wird klar, dass wir rückfragen müssen. Denn es mag Gäste geben, die sich produzieren wollen und ihr Wissen den anderen gegenüber vorstellen wollen. Andere wollen jeden davon überzeugen, als Veganer zu leben und wiederum andere wollen wissen, wie sich wirtschaftlich die Landwirtschaft heute darstellt. Es gäbe noch viele verschiedene Ziele, die mit dieser gestellten Frage verbunden sein könnten. Das bedeutet jedoch auch: Wer sich jetzt schon auf eine Antwort festgelegt hat, wird vermutlich eher leicht bis ganz daneben liegen, als dem Fragenden wirklich die Antwort zu geben, die er sucht.

Auch Bauer Willi war begeistert: “Ich spreche auf meinen Vorträgen auch immer davon, dass man mehr Fragen stellen muss. In Zukunft kann ich sagen, dass es Experten dafür gibt, die Menschen beibringen können, gute Rückfragen zu finden”.

Wer es selbst ausprobieren will oder mal einen ersten Eindruck gewinnen will vom Erfahrungsfeld Bauernhof, der kann dies am 28. und 29. Juni machen. Mehr Infos dazu unter www.efb-ev.org/veranstaltungen/

Posted on Schreib einen Kommentar

Führungserfahrungen bei Halbtagesworkshops am 7.7.2016

Tagesworkshop 7.7.

Wieder einen guten Schritt weiter auf dem Weg zur Zertifizierung

Stolz können sie sein, auf ihren Mut, eine Klasse über den Hof von Katharina Keil zu führen. Die Teilnehmer der beiden Halbtagesworkshops am 7.7.2016 haben ihre ersten eigenen Führungserfahrungen mit der EFB-Methodik gemacht. Zu Gast war eine Schulklasse mit 32 Kindern, die teilweise den Betrieb schon kannten. Die Aufgabe für die angehenden Erfahrungsfeld-Bauernhof-Begleiter: Führt die Kinder an ihren eigenen Fragen über den Hof. Doch wie die Fragen wecken, erkennen, aufnehmen und daraus eine Erfahrung gestalten?

Der Vormittag lag ganz im Zeichen der Vorbereitung auf diese Führung auf diesem Hof. Gemeinsam erkundeten wir Orte, an den Fragen entstehen und Möglichkeiten, wie man darauf reagieren kann. Als “roter Faden für den Notfall” war so etwas vorhanden, was man zur Not eben anwenden konnte. 

Die Durchführung gestaltete sich dann herausfordernder als erwartet: eine alterstübergreifende Beschulung von 6 – 12 Jahren ist schon eine Herausforderung. Sehr unterschiedliche Interessen und Fähigkeiten der Kinder – manche können Rechnen, andere noch nicht Lesen… Und dann eine Gruppe von 9 Kindern im Wald zusammenzuhalten, das fordert.

Und das fördert den Sinn für die Gemeinsamkeiten, die Besonderheiten, den Gemeinschaftssinn und die Entwicklung der Gruppe. “Das ist das eigentliche Erfahrungsfeld für mich als EFB-Begleiter” sagt Olaf Keser-Wagner und unterstreicht damit, worum es geht: Nicht eine vorher festgelegte Wissensvermittlung, sondern den Raum Eigenes zu entdecken und sich selbst in der Begegnung mit dem Hof zu erkennen.

Der Nachmittag widmete sich dann auch ganz den Sinnen. Neben den klassischen 5 Sinnen machten wir uns auf die Suche, wo man den Gleichgewichts-Sinn, den Leichtsinn und den Lebenssinn entdecken kann. Wir entwickelten eigene Übungen und entdeckten das Geheimnis der Entschleunigung.

Die erfolgreichen Teilnehmer und die Trainer:

 

Tagesworkshop 7.7.
v.l.n.r: auf hohem Ross: Dirk und Daniel, vordere Reihe: Olaf, Rieke, Annika Margarete, Katharina, Olaf und Claudia

 

Die nächste Zertifizierung startet am 15.9.2016 und am 20.10.2016.

Rückfragen zum Ablauf, Kosten etc. stellen Sie gerne an Olaf Keser-Wagner okw[at]efb-ev.org

Posted on

Tagesworkshop Hannover – 10. Juli 2015

Trau Dich – Mit Fragen führen – Begegnung ermöglichen

Stellen Sie sich vor, sie begleiten Menschen über einen Bauernhof, durch eine Landschaft, in ein Museum…

  • Was tun Sie, um diese Menschen mit diesen Orten in eine echte Begegnung zu bringen?
  • Wie gelingt es Ihnen, Mitgefühl, Begeisterung, Verhaltens-veränderung hervorzurufen?
  • Wie gehen Sie mit den Fragen der Teilnehmenden so um, dass diese auch wirklich ihre Antwort finden können?

In diesem Workshop geht es genau darum: Wie erzeuge ich Beziehung? Wie entwickle ich Übungen und Interventionen, um auch bei einem kurzen Besuch das Gefühl einer echten Begegnung zu hinterlassen?

Wir werden auf einem Bauernhof eine Führung erleben und gemeinsam entdecken, wie eine Führung durch Evokation gewinnt.

Dieser Workshop eignet sich auch hervorragend zur Auffrischung der Methodik für zertifizierte EFB-Begleiter

Weitere Besonderheiten:

Im Rahmen des Tagesworkshops auf einem Betrieb in der Nähe von Hannover wollen wir die Grundmethodik am eigenen Leib erfahren und entdecken, wie unser Interesse sich wecken lässt. Wie kann es gelingen, das Interesse des Gastes in den Kern einer Führung zu stellen? Welche Fragen muss man formulieren, damit das Interesse wächst und nicht verstummt?

Dieser Tagesworkshop hat einen besonderen Anlass: Ein großer Lebensmittelkonzern möchte gerne Kunden, Höfe und den Handel miteinander mehr vernetzen. Die von uns gemachten Erfahrungen ermutigen zu gegenseitigem Austausch. In diesem Workshop wollen wir daher vorbereiten, wie im norddeutschen Raum eine solche Vernetzung zwischen Supermärkten, Landwirten und Kunden konstruktiv wachsen kann.

Aus der Jahrelangen Erfahrung ihrer Arbeit berichten Claudia Klebach und Olaf Keser-Wagner. Sie führen durch konkrete Übungen und wecken die Sinne der Teilnehmer – dabei geht es nicht nur um die fünf klassischen Sinne, sondern auch um den Leichtsinn und den Lebenssinn und die Sinne, die wir während unserer Reise sonst noch entdecken.

Für alle, die Lust haben, etwas neues zu entdecken und mit Menschen auf Bauernhöfen Fragen nachzuspüren.

Den Aushang dazu kann man hier herunterladen als PDF und weiterleiten: EFB-Plakat Trau Dich Hof Schweer 10.07.2015

Organisatorisches:

Veranstaltungsort:

Kartoffelhof Schweer, Vor den Höfen 24, 31303 Hülptingsen/Burgdorf

Datum: 10.07.2015 von 10-17:00 Uhr

Kosten je Teilnehmer: 90 € zuzüglich 10,00 € Kosten für die Verpflegung, die direkt an den Hof zu entrichten ist.

Die Fortbildung ist vom Landesschulamt und der Hessischen Lehrkräfteakademie akkreditiert unter der Veranstaltungsnummer 0137533402

Weitere Informationen erhalten Sie gerne mündlich, wenn Sie per Mail anfragen:

Anmeldung online:

Posted on Schreib einen Kommentar

5. schwäbischer Netzwerktag – 16.04.2015

Im Landgasthof Waldvogel wird am 16.4.2015 im Rahmen des Netzwerktages für Anbieter erlebnisorientierter Angebote das Erfahrungsfeld-Bauernhof vorgestellt. Am Vormittag verdeutlicht Olaf Keser-Wagner die Unterschiede zwischen Erlebnis und Erfahrung und gibt Hinweise aus der konkreten Arbeit des EFB.

Nachmittags wird dann in zwei Workshopteilen das vorher erfahrene vertieft.

Anmeldung und weitere Informationen unter http://www.aelf-nd.bayern.de/landwirtschaft/erwerbskombination/098950/index.php

PressemitteilungLeipheim

Posted on Schreib einen Kommentar

Tagesworkshop auf dem Bornhof – Taunusstein – 19.3.2015

Stellen Sie sich vor, sie begleiten Menschen über einen Bauernhof, durch eine Landschaft, in ein Museum…

  • Was tun Sie, um diese Menschen mit diesen Orten in eine echte Begegnung zu bringen?
  • Wie gelingt es Ihnen, Mitgefühl, Begeisterung, Verhaltens-veränderung hervorzurufen?

In diesem Workshop geht es genau darum:

  • Wie erzeuge ich Beziehung?
  • Wie entwickle ich Übungen und Interventionen, um auch bei einem kurzen Besuch das Gefühl einer echten Begegnung zu hinterlassen?
  • Wir werden auf einem Bauernhof eine Führung erleben und gemeinsam entdecken, wie eine Führung durch Evokation gewinnt.

Organisatorisches:

Datum: 19.3.2015 von 9:00 – 16:00 Uhr

Ort: Bornhof, Dornbornstraße 10, 65232 Taunusstein

Kosten: 90 € zuzüglich Verpflegungpauschale, die direkt an den Hof zu richten ist.

Die Veranstaltung ist als Lehrerfortbildung beim IFQ Hessen Akkreditiert.

Olaf Keser-Wagner, Evokator, Trainer und Coach, hat nach seinem Studium zum Dipl.-Ing. agr. das Erfahrungsfeld-Bauernhof gegründet. Ziel dieses Vereins ist es, nicht belehrend sondern begleitend Begegnung zwischen Landwirtschaft und Gesellschaft zu ermöglichen. Dabei spielt die Kunst der richtigen Frage eine große Rolle.

Dieser Workshop eignet sich auch hervorragend zur Auffrischung der Methodik für zertifizierte EFB-Begleiter.

Posted on Schreib einen Kommentar

Preis-werte Bildung am Lernort Bauernhof?

Mit unserem Kooperationspartner der Stiftung Ökologie und Landbau, sowie der Bundesarbeitsgemeinschaft Lernort Bauernhof, veranstalten wir den folgenden Workshop:

Einladung zum Workshop

Preis-werte Bildung am Lernort Bauernhof?

Mittwoch, 19. November 2014, 10.30 bis 16.00 Uhr

Jugend-Naturschutz-Hof Ringstedtenhof, Landwege e.V. Vorrader Straße 81, 23560 Lübeck

Bildungsangebote am Lernort Bauernhof sind so vielfältig wie die Lernorte selbst – und deren Preise ebenso!

  • Wie kommen wir zu einer angemessenen Preisgestaltung – wie erarbeiten wir uns selbst ein Gefühl für den Wert der Bildungsangebote, die wir machen?
  • Was ist das – der Wert der Bildung am Lernort Bauernhof, wie können wir das selbst erspüren und uns auf den Weg machen, um „Wert“ und „Preis“ in ein Verhältnis setzen?
  • Wie kommen wir zu einer für alle befriedigenden und nachvollziehbaren Preisgestaltung?

Diese Fragen haben sicher schon alle beschäftigt, die am Lernort Bauernhof aktiv sind.

Olaf Keser-Wagner vom Erfahrungsfeld Bauernhof e.V. wird sich mit uns einen Tag lang am JNH Ringstedtenhof bei Lübeck diesen Fragen widmen – wir freuen uns auf rege Beteiligung zu diesem aktuellen Thema!

Anmeldungen bitte an:

Ulrich Hampl

Der Preis: Zwischen 90 und 130.-€ incl. Imbiß – entscheiden Sie selbst!

Nach der Veranstaltung freuen wir uns über Barzahlung vor Ort.

Diesen Text als PDF-downlod:

Einladung zum Workshop Preis-Wert