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SZ über Crowdfunding und Landwirtschaft

In der heutigen Ausgabe des SZ-Magazins findet man auch einen Artikel über Landwirte und Gärtner, die mit Crowdfunding ihre neue Käserei, die Jahresanbauplanung und ihre Löhne verwirklichen. Diesen spannenden Ansatz kann man schon länger gerade in der Biobranche verfolgen, findet jedoch auch immer stärker Einflüsse in der regionalen Vermarktung von Produkten.

Was mich daran beschäftigt, ist nicht die Besonderheit des Crowdfunding, sondern die Begegnung zwischen Bürgern, die etwas bestimmtes wollen (Regionalität, Bioprodukte) und dafür auch finanziell in die Verantwortung treten.

Die Zukunftsfrage wird dabei lauten: „Wird es uns gelingen, dies nicht als eine lukrative Geldanlage zu sehen, sondern als eine echte Verantwortung der Gestaltung unserer Land(wirt)schaft gegenüber?

Ein preisgekränter Beitrag von Stefan Schmid gibt einen kurzen Einblick in die Idee und ihre Risiken.

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Wieviel sind 18.000 Masthennen?

Zugegeben, die Einladung hat uns gefreut und wir waren sehr gespannt. REWE hat uns zu einem Event hinzugebeten, bei dem Foodblogger (Kreativfieber und Nofastfoodtoday), und Redakteure von Stadtmagazinen oder Regionalzeitungen geladen waren. Was konnte das Erfahrungsfeld-Bauernhof unterstützen?

Begegnung zwischen Mensch und Landwirtschaft

Der Lebensmittelkonzern REWE vermarktet unter der Eigenmarke REWE-Bio ein umfangreiches Programm an Bioprodukten. Um einen echten Einblick zu gewähren in die Sorgfalt und die Strukturen, lud REWE daraufhin zu einer Hofbegehung und zu einem Gespräch darüber ein. Nach einer kurzen Vorstellung der Hofeigentümer begleitete das EFB die Gäste zur eigenen Entdeckung und Erforschung.

Erstaunlich: Wir hörten zunächst überhaupt keine Tiere – außer dem Jagdhund, der hervorragend als Wachhund aufpasste. Auch kein Kikerikie oder Gegurre war zu vernehmen. Und da die Gäste bei der Anreise schon an einem Hühnerauslauf vorbei gekommen sind, zog es uns zu den Gebäuden, in denen wir die Ställe vermuteten.

 

Vor einem der Ställe Foto: (c) Faktor3
Vor einem der Ställe
Foto: (c) Faktor3

Wenn ein Gebäude gut 30 Meter lang ist, wie viele Hühner werden dann wohl darin sein? Wir steckten eine geschätzte Fläche ab, auf der wir 1000 Hühner erwarten würden, öffneten dann die Stalltüre und standen in einem Vorraum, an dessen Ende eine weitere Schiebetür war. Unter dieser zweiten Tür konnte man hindurchsehen und entdeckte endlich die ersten Hühnerbeine.

Als wir dann den Wintergarten betraten, ausgerüstet mit Schutzanzügen und Fußüberziehern – flohen die Hühner etwas vor uns und versteckten sich zwischen den großen Elefantengrasstauden. Nach etwas Warten, beruhigte sich die Situation und wir stellten erstaunt fest: Die Hühner nutzen gar nicht den ganzen Platz, den sie hier haben. Der Bauer muss sie sogar dahingehend erziehen, dass sie morgens hinaus und abends wieder hinein gehen. Wieviel Platz ist also für die Tiergesundheit wichtig?

Nicht nur Hühner können sich im Elefantengras verstecken Foto: (c) Faktor3
Nicht nur Hühner können sich im Elefantengras verstecken
Foto: (c) Faktor3

… Der Rundgang nimmt seinen Lauf. Wir entdecken die Zusammenhänge dieses Hofes, die Nutzung des Elefantengrases zur Einstreu, zum Schutz für die Tiere, zum Heizen in der Hackschnitzelheizung. Beim Rückwärtsgehen fällt auch die Windkraftanlage und die Solarpaneelen auf dem Dach ins Auge. Energiebewusstsein erster Güte. Wie schafft es der Betrieb, Kreisläufe zu schließen?

In der moderneren, 6jährigen Halle sind Gruppen mit je 2000 Tieren aufgestallt. Sie werden automatisch gewogen und der PC fragt in einer Eingabemaske nach Herztoten und Beinschäden. Wie erkennt man den Herztod von anderen Todesursachen – und warum ist es ein Qualitätskriterium für die Haltung von Hühnern?

„Herztote liegen meistens auf dem Rücken und sterben an Stressphänomenen. Beinkrankheiten sind Ausdruck von Fütterungsfehlern und Mangelerscheinungen im Futter“ erfahren wir in der Expertenrunde. Auch die anderen Experten vom Naturland-Verband, der den Betrieb zertifiziert und der Biofino, einer Erzeugergemeinschaft für Biogeflügelprodukte, stehen Rede und Antwort. Nachdem deutlich wurde, dass mit der Auslagerung der Kükenaufzucht in den ersten dreißig Tagen in eine neue Halle die Produktion verdoppelt und der Energieverbrauch gesenkt werden kann, wird klar: Bioproduktion von Hühner oder Hähnchenfleisch ist auch eine technisch sehr anspruchsvolle Aufgabe. Sehr gutes Tierverständnis und eine große Freude am Beruf spielen ebenfalls eine große Rolle. Wir haben gemeinsam realistisch wahrnehmen können, was es bedeutet, nicht nur für 1000, sondern sogar für 18.000 Tiere verantwortlich zu sein.

Auch hier haben die Masthennen Auslauf (Rückwand des Stalls) - und viel Platz für Bewegung. Foto (c) Kreativfieber.de
Auch hier haben die Masthennen Auslauf (Rückwand des Stalls) – und viel Platz für Bewegung.
Foto (c) Kreativfieber.de

„Herztote hatte ich in diesem Jahr noch kein einziges“ und „Ich habe mit Bio wesentlich mehr Freude an meiner Arbeit!“ sind zwei Sätze, die mir vom Betriebsleiter im Ohr geblieben sind. Die offene Art und Weise, wie er Rede und Antwort gestanden hat, überzeugten und zeigten: Wenn alle Biobetriebe in solcher Konsequenz arbeiten, dann ist REWE-Bio ein gutes Produkt.

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In Mengerskirchen gibt es wieder zwei Schnuppermöglichkeiten

Claudia Klebach bietet diemal neben dem Besuch auf dem Grebehof auch ein Erfahrungsfeld Bäckerei an:

Am 22.8.2014 auf dem Grebehof von 15-16:30 in Niedernhausen eine Hofführung

Am 4.9.2014 in der Bäckerei in Ellar eine Betriebsbesichtigung.

Anmeldungen unter 06476-418870 direkt bei Claudia Klebach.

Mehr zu den Hintergründen des REWE-Marktes  gibt es hier:  August-September rewe-mengerskirchen

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Inklusion

Zukunftswerkstatt Erfahrungsfeld Bauernhof in Bingenheim für HeilpädagogInnen und Selbsthilfegruppen

Der Bundesverband anthroposophisches Sozialwesen e.V. und die Bundesvereinigung Selbsthilfe im anthroposophischen Sozialwesen e.V. tagten 2014 in Bingenheim. Im Mittelpunkt stand das Thema „Punkt und Kreis“ in Bezug auf Inklusion. Das Erfahrungsfeld Bauernhof war eine von 15 Zukunftswerkstätten rund um Gemeinschaft, Selbsthilfe und Selbstbestimmung oder heilpädagogische Themen.

ZW-12_9830Beim Erfahrungsfeld Bauernhof zeigte Claudia Klebach Möglichkeiten, um über Führungen in Werkstätten, auf Höfen oder anderen Orten in echte Begegnung untereinander zu kommen. Wie können wir über solche Wege in gegenseitige Erfahrungen kommen, die uns im Leben weiter bringen? Wie kann sich der Einzelne oder die Einrichtung nach außen öffnen? Wie kann Begegnung im Alltag integriert werden? Welche Rolle spielen Polaritäten? Inklusion als wunderbare Entdeckung der Andersartigkeit? Eine Lernchance? Wie öffnen wir Kreise, die für Außenstehende geschlossen erscheinen?

Weitere Informationen über den Bundesverband anthroposophisches Sozialwesen e.V. finden Sie unter: www.verband-anthro.de

 

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Deutsche Welle zu Gast in Mengerskirchen

Die Deutsche Welle ist über das Bildungsforum Mengerskirchen auf Claudia Klebach aufmerksam geworden. Sie hatte den grünen Einkaufskorb gewonnen, wegen vorbildlicher nachhaltiger Handelsinitiativen. Jetzt entsteht ein Bericht, der in Brasilien und Asien Innovatoren aus Deutschland zeigt.

Gedreht wurde im Supermarkt von Claudia Klebach und auf dem Hof der Familie Buckert in Lichtenfels.DSC01204