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Eine Dose Kaugummi – Dialoge nachhaltig gestalten

Dialog, Jasper, Bauer Willi

Ein Bild für die Verantwortung des Landwirts im Umgang mit Spritzmitteln

Bauer Willi veröffentlichte vor ein paar Tagen in seinem Blog  einen „Brief eines jungen Landwirtes“ der auch mir ans Herz ging. Jasper Becker schreibt darin über den Beruf des Landwirts, den er in der Gesellschaft als denjenigen Beruf erlebt, über den so viele Menschen schlecht reden und auch noch vorschreiben wollen, wie er zu tun sei. Und er schilder auch, was das Darstellen von Fakten und der Dialog bewirkt:

Denn wie schnell und einfach man den interessierten Besuchen Dinge erklären konnte war verblüffend. So hatten wir eine Dose Kaugummis. Gewöhnlich passen dort 100 ml rein. Bei der Vorstellung dass wir diese Menge als Pflanzenschutzmittel auf 1,5 Fußballfeldern verteilten, schauten die Menschen nicht schlecht. „Und ich kippe immer eine ganze Flasche in die Gießkanne und dusche die 20qm Terrasse ab.“ Wenn man dann noch erklärt, dass Glyphosat über das Blatt wirkt, und wir Landwirte mit unserer Technik einen viel feineren Spritznebel schaffen können, sind die Zuhörer völlig erstaunt. Den Menschen ist eben nicht klar, dass wir Landwirte wissen was wir tun und dass dies alles begründet ist. Wir spritzen oft nachts, damit keine Bienen in den Beständen sind, wir müssen wegen Wind auch schonmal am Wochenende spritzen. Und wir dreschen doch nicht Sonntags um uns vor dem Gottesdienst zu drücken!

Lieber Jasper, ich stimme dir zu, was den Dialog und auch die Fakten betrifft. Gleichzeitig weiß ich aus eigener Erfahrung, wie schwer dieser Dialog ist.

Dialog und Nachhaltigkeit

Als ich selbst in deinem Alter in der Lehre war, durfte ich auch Führungen bei den Hoffesten machen und erlebte ein großes Interesse, wenn ich von den Zusammenhängen sprach und auch erzählte, wie wir unseren Anbau auf dem Betrieb gestalteten. Mein „ABER“ hängt an etwas anderem: Wie schaffen wir es, den Dialog auch nachhaltig zu machen?

Zuerst einmal gilt es für sich selbst klar zu prüfen, ob die Begeisterung, die man bei seinen Zuhöreren erlebt, auch nach einer Woche und nach einem Monat eigentlich noch anhält.

Dann taucht die Frage auf: Woran liegt es, dass es so ist  – und woran liegt es, dass es meistens nicht so ist?

Seit fast zehn Jahren beschäftigt mich diese Frage intensiver. Und das führt mich dazu, was die Qualität des Dialogs ausmacht:

Natürlich kann man mit der bildlichen Darstellung der Kaugummidose etwas veranschaulichen, was sonst schwer nachvollziehbar ist. Aber doch setzen wir einen Gedanken von uns und ein von uns gewähltes Bild zum Verständnis ein. Und genau hier liegt die Herausforderung: Wenn es uns gelingt, dass unser Besucher sein eigenes Bild aufbaut, eigenständig durchdenkt und selbständig zu Rückschlüssen kommt, dann wird er vor sich selbst verantwortlich für einen andern Umgang mit den Lebensmitteln, für ein anderes Einkaufsverhalten etc.

Die Kunst der Frage

Uns gelingt dies durch Nachfragen, durch Ernst-Nehmen der oft sehr verzerrten Wahrnehmung der Gäste in unseren Führungen. Viele Vorurteile lösen sich durch das Betrachten der Fakten auf. Viele Vorurteile kann man aber auch festigen, wenn man die eigenen Meinungen einstreut und so genau das Gegenteil von dem bewirken, was man erreichen will. Das Nachfragen ist daher eine große Kunst – denn wie leicht streut man gerade in den Fragen die eigene Sichtweise mit ein?

Veränderung fängt im Denken an und braucht Zeit. Zeit für den Dialog. „Dia-Logos“ = „Durch das Wort“ kann und sollte bedeuten, dass das Individuelle, das Persönliche, das, was die Begegnung ausmacht, auch durch die Worte, Fragen, den Raum für Antworten etc. entstehen kann. Oft entstehen dann sogar auf beiden Seiten neue Erkenntnisse, Wahrheiten, Schätze der Begegnung.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen fruchtbare Dialoge und nachhaltige Erkenntnisse.

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Vom Glück träumen und Gutes ermöglichen…

GENAU – Lotto spielen und den EFB unterstützen

Dieser Lotterie verdanken wir den folgenden Filmbeitrag, der im Hessenfernsehen ausgestrahlt wurde.

Der EFB ist bei der Umweltlotterie GENAU eingetragen, was uns die Chance auf den wöchentlichen Zusatzgewinn von 5.000 Euro gibt. Unseren Eintrag finden Sie unter dem Landkreis –
www.genau-lotto.de/projekte/landkreis-limburg-weilburg

Unsere Chancen auf einen Gewinn sind größer, je mehr Teilnehmer aus diesem Landkreis einen Online-Spielschein ausfüllen. Das geht hier: www.lotto-hessen.de/genau

So funktioniert es:

„Für die Teilnahme benötigen Sie nur Ihre hessische Postleitzahl. Der zugehörige Landkreis/die zugehörige kreisfreie Stadt wird automatisch für Sie ermittelt. Schon mit 5 Euro sind Sie dabei und haben die Chance auf den Hauptgewinn von mindestens 10.000 Euro! Und je mehr Teilnehmer mitspielen, desto höher ist der Hauptgewinn. Spielscheine für die Umweltlotterie GENAU erhalten Sie in jeder hessischen LOTTO-Verkaufsstelle oder ganz einfach online.“

https://www.genau-lotto.de/#was

Da es sich um Glücksspiel handelt der folgende Hinweis:

Spielteilnahme ab 18 Jahren. Glücksspiel kann süchtig machen. Mehr Infos unter:
www.spielen-mit-verantwortung.de oder unter kostenloser
Hotline 0800 137 27 00.

Wir finden: eine gelungene Kombination für alle, die vom großen Glück träumen und ihren Lottoeinsatz nicht nur an irgend einen anderen verschenken wollen.

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Tagung zur Bauernhofpädagogik für Kindergärten

Entdecken mit noch jungen Sinnen: 

Tagung zur Bauernhofpädagogik für Kindergärten

Wir möchten gerne auf diese Tagung aufmerksam machen. In unseren Augen ist diese Arbeit sehr wertvoll, da sie die noch wachsenden Sinne der Kinder erreicht. Weitere Informationen gibt es bei unserem EFB-Begleiter Dr. Ulrich Hampl und im PDF: Programm_Bauernhof-Kindergarten-Tagung_2016

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Hessischer Rundfunk zu Gast auf dem Bornhof – so geht Netzwerken!

Montag, 27.6.2015 klingelt das Telefon. Der Hessiche Rundfunk hat angerufen und gefragt, ob er am Mittwoch einen Bericht für den Freitag, 1.7.2016 über das EFB machen kann. Das ist kurzfristig, knapp und ich weiß, dass Claudia alle Hände voll zu tun hat. Dennoch rufe ich sie an. Ich habe mir überlegt: Ich kann hochfahren aus München und bei Holger Fürnstall, auf dem Elkenhof oder auch auf dem Bornhof für ein Interview zur Verfügung stehen. Claudia weiß noch nicht, ob sie kann. Der Tierarzt hat sich angemeldet und die Chance scheint uns aber gut zu sein. Also schauen, welcher Hof sich meldet. Nachricht hinterlassen bei Holger, angerufen bei Daniela, die aber erst abends um 21:00 Uhr zurück sein wird.

Im Veranstaltungskalender sehe ich den Führungstermin bei Renate auf dem Bornhof. Ich erreiche Sie und sage, was wir vorhaben – vielleicht hat Sie auch Lust, mitzumachen. Und sie meldet mir zurück, dass Sabine morgens eine Führung bei ihr gemacht hat – vielleicht ist sie auch noch am Nachmittag da.

Also Mail an Sabine und am Abend die Antwort, dass sie auch kommt. Am Dienstag dann die Mail von ihr, sie könne auch eine Familie mitbringen mit drei Kindern.

Ich kaufe mein Bahnticket für Mittwoch früh und verabrede mich mit Mareike, der Redakteurin, vor dem hr in Frankfurt. Gemeinsam mit Jonas dem Kameramann fahren wir zum Bornhof und treffen dort neben Renate eine weitere Gastfamilie an, die Urlaub auf dem Bauernhof macht. Auch ihre Kinder wollen gerne mit vor die Kamera. Und nach Zustimmung der Eltern kann es losgehen.

Hans im Gras und Fredy an der Kamera
Hans im Gras und Fredy an der Kamera

Auf der Fahrt zum Hof haben wir bereits einiges ausgetauscht an Informationen, was das EFB macht und will, was die Besonderheiten sind, auf die man achten kann während einer Führung, wie schwer es für den Verbraucher ist, sich für oder gegen etwas zu entscheiden, wenn man doch keinen Einblick mehr hat und die Lage äußerst kompliziert ist. Ich bin überzeugt, dieses Briefing hilft uns gemeinsam die Kamera auch auf das zu Richten, was den Unterschied ausmacht.

Als auch noch Claudia rechtzeitig auf den Hof kommt steht so langsam die Idee, wie der Beitrag aussehen könnte. Nach etwa zwei Stunden sind die wesentlichen Bilder im Kasten und alle brechen wieder auf.

Ich steige am Flughafen wieder in den Zug nach München und bin um 21:00 Uhr zurück. Inzwischen wird Maren den Bericht geschnitten haben und bereits mit anderen Themen beschäftigt sein. Alles hat prima geklappt. So geht Netzwerken! Danke an alle Beteiligten.

Hinter den Kulissen

Während Claudia die Kinder über den Hof begleitete und in bewährter Art aus ihnen ihre Fähigkeiten hervorlockte, zeigte sich manches Detail der besonderen Methodik. So tauchen immer wieder Fachbegriffe auf, die die Kinder zwar wissen, aber die sie noch nicht mit einer Realität verbunden haben. Außerdem wird für uns als Beobachter der Szene deutlich, wie intensiv die Konzentration ist und wie selbst bei verschiedenstem Alter (3-12 Jahren) dennoch alle auf ihre eigenen Erfahrungen kommen. Wie sich die Gruppe gegenseitig stärkt und stützt, hilft zu entdecken, die Zusammenhänge zu finden.

Kann man eigentlich hören, ob in dem Ei ein Küken ist? Wie schmeckt das Futter? Und wie lässt sich der Stalldurft beschreiben? Die Besonderheit der Sinneswahrnehmungen wird deutlich auch als Hans vom Salzleckstein eine Ecke abbricht und probiert. Die Kinder überwinden immer wieder Vorstellungsängste und erfahren sich als mutig und fähig. Sie machen ihre Erfahrungen in ihrem eigenen Tempo und bekommen dafür solane Zeit, wie die Aufmerksamkeit reicht. Das ist lange – und manch einen Lehrer höre ich in den Führungen sagen: Aber wir haben ja noch nicht alles gesehen! Doch genau darauf kommt es an: Die Zeit zu geben, die Erfahrung zu machen. Nicht einfach nur abzurufen, wie etwas riecht oder schmeckt, um zu prüfen, ob die verschiedenen Geschmacksrichtungen oder Geruchsnoten den Kindern bekannt sind. Nein, es geht um das Riechen an sich und das Helfen, zu artikulieren, was so besonders an diesem Geruch ist.

Als Mareike am Ende die Kinder fragen will, was sie besonderes mitnehmen aus der Führung, erlebt sie, dass die Kinder in dem Glauben sind, sie müssten jetzt etwas gelernt haben und richtig wiedergeben. Das hat sie auch nachdenklich gemacht: Wie kommt es, dass unsere Kinder das Gefühl haben, sie müssen bestehen vor den Augen der Erwachsenen?

Ich erzähle ihr von einer Führung, die Kinder auf dem Gut Hohenberg gemacht haben, nachdem sie drei Tage dort im Schulpraktikum waren. Die erwachsenen Teilnehmer waren überrascht, wie professionell erwachsen die Führung war. Sie waren auch erschrokken über so viel Faktenwissen, ohne eigene Erfahrung und Begeisterung. Und sie waren überfordert, all das Wissen zu behalten, was die Kinder ihnen präsentiert haben. Gerne könnt ihr Ulli nach dieser Führung fragen.

Wir sind es gewohnt, dass wir von älteren vor Prüfungsfragen gestellt werden. Prüfungsfragen haben jedoch eine Besonderheit: Sie haben eine richtige Antwort. Jede Antwort, die nicht richtig ist, macht den Befragten zum Verlierer. Der Prüfer selbst jedoch bleibt immer der Gewinner.

Was ist anders im Erfahrungsfeld-Bauernhof?

Diese Frage taucht immer wieder auf und verfeinert sich unter den verschiedenen Aspekten. Einige will ich hier aufzählen:

  • Wir wissen nicht mehr als die Gäste – wir wissen nur anderes.
  • Was die Gäste wissen ist für die Gäste auch richtig – ob es mit ihrer Wahrnehmung zusammenpasst, das können wir gemeinsam erfahen.
  • Wir wollen die persönliche Entwicklung, die bei der Begegnung mit dem Hof entsteht – dass dabei tiefgreifende Erfahrungen mit der Landwirtschaft entstehen ist ein zusätzliches Plus
  • Jeder kann lernen und Begleiter eines Lernprozesses sein. Das eigene Wissen macht uns Wach für mögliche Fragen – aber es ist nicht das Ziel, dieses Wissen kundzutun, wenn der Andere nicht explizit danach gefragt hat.
  • Augenhöhe in der Begegnung kann nur dann entstehen, wenn wir bereit sind gemeinsam voneinander zu lernen. Das nennen wir Dialog!

Der Filmbeitrag wird am Freitag, 1.7.2016 um 19:15 im Hessenfernsehen ausgestrahlt während der Sendung ALLE WETTER. Wer die Sendung verpasst, kann in der hr-Mediathek nachschauen: MEDIATHEK

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Sammeln, Vernetzen, Profitieren.

Geht es Ihnen auch so, dass Sie sich gerne vernetzen wollen, aber Angst davor haben, es über das Internet zu tun? Wollen Sie auch profitieren von Mitstreitern, die Sie auf Veranstaltungen begleiten?

Wir wissen heutzutage ist Vernetzung extrem wichtig, um mit dem eigenen Angebot an Produkten aber auch an Öffentlichkeitsarbeit bei den Kunden aufzufallen. Vernetzung deswegen, weil die Mund zu Mund human-1157116_1920Empfehlung noch immer der beste Rat ist. Wie fängt man es aber an?

Neben den Ängsten vor der Veröffentlichung von privaten Daten im Internet spielt auch die Thematik der Rechte eine Rolle. Was ist erlaubt, was sollte man unterlassen?

Viele Fragen lassen sich hier sammeln und auf verschiedenste Weisen beantworten. Der Dschungel des Internets ist voller Ideen und Lösungsvorschläge – doch meistens passt er nicht für mich als Hof oder als Pädagoge, der doch etwas sehr persönliches und doch spannendes erzählen will.

Der Verein EFB hat zum Ziel die Vernetzung von Pädagogik und Bauernhöfen oder Erzeugern und Verarbeitern aus der Urproduktion. Mit seiner Website bietet er den interessierten die Möglichkeit, eigene Artikel auf einfache Weise online zu stellen und rechtskonform zu veröffentlichen. Außerdem verfügt er über eine interne Plattform, die es ermöglicht mit anderen, gleichgesinnten in Kontakt zu treten und die Geschichten des Gelingens zu formulieren.

Am zweiten Juni 2016 gibt es am Nachmittag ein Seminar mit dem Thema „Umgang mit kritischen Fragen“, welches in ausführlicher Form darauf hinweist, wie man Fragen bewegen kann und damit in der Öffentlichkeit Aufmerksamkeit erzeugen kann.

Außerdem bietet der Verein auch in unregelmäßigen Abständen ein Webinar mit dem Titel „Geschichten vom Gelingen“ an, bei dem man die technischen Möglichkeiten vorgestellt bekommt und einfache Möglichkeiten gezeigt bekommt, wie man sich präsentieren kann.

Übrigens ist dieser Artikel innerhalb des Webinars geschrieben worden – mit Unterstützung der Ideen und der Fragestellungen, die von den Teilnehmenden geäußert wurden.
Anmeldung oder weitere Informationen gerne unter:

Die nächsten Termine für Veranstaltungen: Hier klicken

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Unsere Milch – Materialien für Lehrkräfte und Pädagogen Sekundarstufe I und II

Milchmappe
Die Broschüre zum Download als PDF

Die i.m.a veröffentlicht immer wieder Informationen rund um die Landwirtschaft. Diese eignen sich gut für die Unterrichts-Vor- und Nachbereitung. Dazu liefert sie umfangreiche Pressemeldungen. Gerade hat uns die folgende erreicht, die wir gerne im Sinne von Aufklärung weiterleiten.

Gleichzeitig möchten wir jedoch auch aufrufen, uns auf mögliche weitere Informationsquellen aufmerksam zu machen.

Hier also einmal ein Auszug, wie Wissenswissen über Landwirtschaft zu euch kommt:

(Berlin, 10. Mai 2016, (c) i.m.a Pressemeldungen) Milch gehört zu unseren wichtigsten Nahrungsmitteln. Dass sie heute auch ein gesellschaftliches Politikum ist, liegt an ihrer fehlenden Wertschätzung, die durch einen Milchpreis zum Ausdruck gebracht wird, der deutlich unter den Produktionskosten liegt. Damit ist „Milch“ ein hochaktuelles Thema auch für den Schulunterricht, für den der i.m.a. e.V. und die Gemeinschaft der Milchwirtschaftlichen Landesvereinigungen e.V. (GML) jetzt das Arbeitsheft „Unsere Milch“ für die Sekundarstufe I und II herausgebracht haben. Es wurde aus vielen fundierten Informationen der in den Bundesländern aktiven Institutionen zusammengestellt, die fachlich und neutral über das Thema „Milch“ kommunizieren. Deutschlandweit ist es das einzige derart umfassende und kostenlose Unterrichtsmaterial zum Thema „Milch“, das auch vom Lehrplan unabhängig einsetzbar ist.

Etwa 32,4 Millionen Tonnen Milch werden in Deutschland jährlich von 4,3 Millionen Kühen erzeugt. 75.000 Milchviehbetriebe beliefern fast 150 Unternehmen, in denen mehr als 33.000 Beschäftigte den Rohstoff Milch verarbeiten. Pro Kopf konsumieren die Verbraucher durchschnittlich 57,6 Kilogramm Milch, 24,6 Kilo Käse, 17 Kilo Joghurt und 6,1 Kilo Butter im Jahr. Beeindruckende Zahlen, die verdeutlichen, welche Relevanz Milch für uns alle hat.

Einsetzbar in vielen Unterrichtsfächern

Das Arbeitsheft „Unsere Milch“ behandelt diese Fakten und eignet sich damit für viele Schulfächer – von Biologie und Chemie über Geographie, Politik, Wirtschaft und den sozialwissenschaftlichen Unterricht, bis zur Hauswirtschaft und Ernährungskunde. Es bietet ausführliche Sachinformationen und methodisch-didaktische Anregungen sowie Arbeitsblätter, die als Kopiervorlagen dienen.

Nützlich für die Konsumentenbildung

Weil Ernährungs- und Verbraucherbildung immer wichtiger wird, bietet das Arbeitsheft auch Anregungen, wie das Thema „Milch“ interessant und lehrreich mit dem Alltag der Schüler verknüpft werden kann. So werden z.B. die Angaben auf Milchverpackungen „entschlüsselt“, es wird über die Vielfalt von Milchprodukten und deren Qualitätssicherung informiert sowie die Wirkung von Bakterien bei der Herstellung von Joghurt, Quark und Kefir beschrieben. Themen wie Unverträglichkeiten und Details zu Inhaltsstoffen bieten neben der Aufklärung auch Orientierung für die eigene Ernährung. Auch die Bedeutung der Milch in vielen Kulturkreisen wird behandelt.

Aufklärung über die Wertschöpfungskette

Das Kapitel über die Wertschöpfungskette dürfte ebenso zur Wissensvermittlung und Meinungsbildung beitragen, wie die Einblicke in die Milchmärkte auf globaler und regionaler Ebene oder die Beiträge zur Tierhaltung und dem Umweltschutz. Kaum bekannt sein dürfte, dass Milch nicht nur als Nahrungsmittel dient, sondern auch in Arzneimitteln oder in der Industrie zum Einsatz kommt.

Hilfreich bei der Berufsorientierung

Trotz aller aktuellen wirtschaftlichen Probleme der Landwirte ist die Milchwirtschaft eine vielseitige Branche, die jungen Menschen interessante Berufsperspektiven bietet. Auch dieses Kapitel wird mit dem Medium aufgeschlagen.

Das Arbeitsheft „Unsere Milch“ für die Sekundarstufe I und II kann wie bereits sein erfolgreiches Pendant für die Grundschule von Lehrkräften kostenlos im i.m.a-Webshop bestellt werden. Dort können die Unterlagen auch frei heruntergeladen werden.