6. Hessischer Klimaempfang 2016 im Schloss Biebrich in Wiesbaden

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Laurenz assumed (based on copyright claims).  CC BY 2.5

Der Verein Erfahrungsfeld Bauernhof e.V. war zum 6. Mal zu Gast in Wiesbaden im Gespräch mit Ministerin Priska Hinz für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. In ihrer Einführung berichtete Frau Hinz, dass das Jahr 2015 weltweit erneut alle Wärmerekorde übertraf. Es war gemeinsam mit den Jahren 2000 und 2007 das zweitwärmste Jahr seit Beginn der flächendeckenden Messungen 1881. Nur 2014 war es noch wärmer! Insgesamt war das Jahr zu trocken, aber auch mit Dauerregen im August in der Region Fritzlar mit Überschwemmungen. Die Forschung bestätigt erneut die Auswirkungen und beweise damit zuverlässig das Ausmaß.

Diese sichtbaren Veränderungen haben dazu geführt, dass der weltweite Klimagipfel in Paris Ende 2015 zum Erfolg wurde: Alle Staaten haben sich das gemeinsame Ziel gesetzt, den globalen Temperaturanstieg gegenüber der vorindustriellen Zeit auf deutlich unter 2 Grad zu begrenzen.

Aber wie geht das in Deutschland und hier in Hessen?

Claudia Klebach beim hessischen Klimaempfang

Claudia Klebach beim hessischen Klimaempfang

Claudia Klebach beim hessischen Klimaempfang

Bis 2050 solle Hessen klimaneutral sein, d.h. der Energieverbrauch zu 100 % aus erneuerbaren Energien stammen. Als Zwischenziel bis 2020 wurde eine Senkung der CO²-Emission von 30% und bis 2025 sogar von 40 % angesetzt. Es gibt einen konkreten Maßnahmenplan mit Aufgaben rund um erneuerbare Energien, Erhöhung der Energieeffizienz und Reduzierung des Energieverbrauchs.

Mehr unter www.klimaschutzplan-hessen.de.

142 Kommunen und Landkreise arbeiten bereits aktiv mit und es werden vom Land 4 Mio. € zur Förderung dafür bereit gestellt. Besonderes Augenmerk liege dabei auf Kommunen mit Windenergie. Hier wurde in Mengerskirchen bereits beherzt gehandelt.

Im Gespräch mit Geologen des Landes Hessen erfuhr Claudia Klebach, dass aber auch die Möglichkeiten der Wasserkraft zur Zeit ausgelotet werden.

Dr. Inge Paulini, Generalsekretärin des „Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung für Globale Umweltveränderungen“  berichtete, dass dies das Ende der fossilen Brennstoffe Kohle, Erdgas und Erdöl sei. Bereits bis 2070 müssen wir bei einer „Null-Emission“ angelangt sein. 189 Länder der Erde, die für 95 % aller Treibhausgas-Emissionen verantwortlich seien, reichten Vorschläge ein. Darüber hinaus müssen Möglichkeiten gefunden werden, der Atmosphäre CO² zu entziehen.

Für den anstehenden Wandel brauche es einen neuen Gesellschaftsvertrag, denn die gesellschaftlichen Ziele und Nachhaltigkeitsziele benötigen eine „neue Kultur der Achtsamkeit“. Dies gehe quer durch alle Bereiche, wie Wirtschaft, Finanzanlagen, Energiesysteme, Landnutzung, Soziales usw.

Pioniere brauchen mehr Hebelwirkung und jeder Einzelne muss sich seiner Verantwortung bewusst werden.

Alle Vorträge können auf der Homepage des Ministeriums unter 6. Hessischer Klimaempfang eingesehen werden.

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