Was haben Bienen mit Demokratie zu tun?

In Wiesbaden, am Schloss Freudenberg, steht der erste Omnibus für direkte Demokratie. Er kam vor über 10 Jahren über Nacht mit einem Abschleppwagen und fand hier seinen letzten Ruheplatz. Der künstlerische Leiter Matthias Schenk hatte die Idee, den Bus als Erfahrungsstation ans Schloss Freudenberg zu holen und mit Bienen zu beleben.

Foro: (c) Claudia Wagner. Aufgenommen am Schloss Freudenberg

Foto: (c) Claudia Wagner. Aufgenommen am Schloss Freudenberg

Am Schloss begegnete der Beuys-Schüler Johannes Stüttgen dem Demeter-Imker Robert Friedrich. Robert ist Gründungsmitglied im Erfahrungsfeld Bauernhof.

Die Begegnung dieser Menschen führte zu der Idee, den Bus als Bienenhaus mit Bienenvölkern in Lehmbehausungen auszubauen.

So kamen die Bienen in den Bus.

Oft fragten Spaziergänger: „Was sollen denn die Bienen im Bus, die habe doch eine Königin?“ Kenner der Bienen sagten „aber es sind doch die Arbeitsbienen, die durch die Fütterung und die Wabengestaltung über die Entwicklung von Drohnen und Königinnen entscheiden!“

Johannes gab auf die Frage, was Bienen mit Demokratie zu tun hätten, eine Einwortantwort:

„Nichts!“

Es sind wir Menschen, die nicht nur den Begriff der Demokratie gebildet haben, sondern auch die Zusammenhänge im Bienenstock beschreibbar machten. Wir sind es, die Zusammenhänge entwickeln und erkennen und die aus dieser Tätigkeit anders lernen können.
Diese Fähigkeit wird im Erfahrungsfeld Bauernhof genutzt, um den eigenen Fähigkeiten und denen der Anderen zu begegnen.

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Olaf Keser-Wagner hat damals den Omnibus auf seinen Sockel gehoben und die vielen Spaziergänger gehört, die kopfschüttelnd vor der Baustelle standen.

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